Mirjana Lanzarone

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Arbeitsmethoden

Entwicklung geschieht über Sinneswahrnehmungen (sehen, riechen, schmecken, hören, spüren, tasten, fühlen, erleben), Bewegung und die Bindung zu den Bezugspersonen wie zum Beispiel Mutter und Vater. Die Erfahrungen, die der Mensch im Laufe seiner frühen Entwicklung macht, werden in den Nervenzellen und -verknüpfungen des Gehirns gespeichert. Je nachdem, wie die Entwicklung verläuft, können auch behindernde Verknüpfungen entstehen. Diese können sich in Entwicklungsverzögerungen (motorisch, sozial, usw.) oder Verhaltensauffälligkeiten ausdrücken. Hier setzt meine Arbeit ein.

 

Tanz- und Bewegungstherapie

Tanz- und Bewegungstherapie ist eine körper-psychotherapeutische Methode. Sie betrachtet das Leben als einen fortschreitenden Entwicklungsprozess und eignet sich daher für Menschen jeden Alters: Kinder, Jugendliche, Erwachsene - in allen Lebenslagen. Für eine Tanz- und Bewegungstherapie braucht es keinerlei tänzerische Vorkenntnisse. Die Tanz- und Bewegungstherapie fördert und unterstützt die Verankerung des Menschen in seinem Körper, stärkt Ressourcen und unterstützt Wachstumsprozesse. Sie fördert die Sinneswahrnehmung im Umgang mit sich und den Mitmenschen, sowie die Wahrnehmung von inneren Vorgängen und schwer fassbaren Gefühlen. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte, unterstützt die Entwicklung von Selbstwert, Autonomie, Entscheidungsfähigkeit, Handlungs- und Sozialkompetenz. Sie ermöglicht den KlientInnen einen körperhaften Umgang mit Problemen und fördert kreative Problemlösungsstrategien. Ausgehend von der Einheit von Körper, Geist und Seele versucht sie einen Veränderungsprozess über Bewegung in Gang zu bringen.

Schwangerschafts- und Geburtstraumatherapie

Die Umstände und Erfahrungen während unserer Schwangerschaft/Geburt liefern die psychische Vorlage für viele Aspekte unseres späteren Lebens. Dazu zählen, wie wir Entscheidungen fällen, unsere Beziehungen gestalten, etwas Neues beginnen, mit unseren Kindern umgehen, Suchtverhalten, Selbstvertrauen, Essstörungen, Geldprobleme, Intimität u.a.m. So gesehen begleiten uns unsere frühesten Erfahrungen in jedem Augenblick unseres Lebens – ohne dass wir uns dessen meist bewusst sind. Durch Erforschung der eigenen „Frühgeschichte“ und anschliessender Reflektion können viele unbewusste Verhaltensweisen und Glaubenssätze, die uns in unserem Alltag beeinflussen, bewusst gemacht werden. Es kann erfahren werden, welch weit reichende Konsequenzen pränatale und Geburtserfahrungen auf Kinder, Erwachsene und unsere Kultur haben. Hierzu bedarf es keiner tiefen regressiven Prozesse wie z.B. Rebirthing. Sie haben die Möglichkeit zu erfahren, wie sich diese Geschichte auf Ihr bisheriges Leben auswirkte – und wie Sie diese Prägungen verändern und in Ihr Leben integrieren können.

Wachtraumarbeit

Die synergetische Wachtraumarbeit beruht auf den Prinzipien der Selbstorganisation. Als Grundlage dient die Synergetik (=Lehre vom Zusammenwirken). Es wurde festgestellt, dass auch in der Psyche Selbstorganisationsprozesse ausgelöst werden können, die heilend wirken. Über eine geführte Tiefenentspannung tastet sich die Klientin/der Klient zu seiner Innenwelt vor, begegnet Gefühlen und Erlebnissen, die in seinem Innern gespeichert sind. Diese Erinnerungsbilder z. B. aus der Kindheit und inneren Symbolbilder stehen in ständiger Wechselwirkung und bilden Muster. In einem freilaufenden Suchprozess wird diese sogenannte „Energiebildstruktur“, d. h. diese Muster innerer, imaginierter Bilder, bewusst gemacht. Dadurch kann eine Integration von traumatischen Erlebnissen stattfinden und entstandene körperliche und/oder psychische Symptome können nachlassen.

Sinnverstehende Entwicklungstherapie

Neuere Erkenntnisse aus Neurobiologie und Entwicklungspsychologie zeigen, dass kindliche Entwicklungsstörungen in der Regel auf emotional-sozialen Problemen (Bindungsstörungen) und Traumatisierungen im frühen Kindesalter basieren. Daher lege ich mein Interesse vermehrt darauf, die Botschaften kindlicher Symptome, das innere Anliegen des Kindes, zu ergründen, wahrzunehmen und gemeinsam mit dem Kind schwierige und traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Sind die entscheidenden Entwicklungsblockierungen gelöst, kann motorisches, kognitives und sprachliches Lernen wie auf der Überholspur gelingen. Sinnverstehende Entwicklungstherapie versteht sich als tiefenpsychologisch fundierter, körperorientierter Weg, um Kinder auf ihrem Weg in die Autonomie zu begleiten und zu unterstützen.

Babytherapie

Geburt kann eine traumatische Erfahrung sein und zu emotionalen und psychischen Schwierigkeiten führen. Gründe für prä- u. perinatale Traumata können u.a. Interventionen im Spital (Medikamente, Einleitung d. Geburt, Kaiserschnitt, Zange, Saugglocke), Stress während der Schwangerschaft (z.B. Wohnungswechsel, Scheidung/Trennung, Verluste), Erkrankungen oder Rhesus-Inkompatibilität, Frühgeburt, Nabelschnur-Umschlingung, oder ein ungewünschtes Kind sein. Traumatisierungen haben einen Einfluss darauf, wie das Kind die Welt erlebt. Ungelöstes Trauma hat die Tendenz, sich zu wiederholen und gräbt sich in Körper und Psyche ein, mit einer Vielzahl von möglichen Folgen..